„…ich zähle bis drei…“

 

 

Befähigung zu echter Teilhabe von Kindern und Jugendlichen in unserer Gesellschaft  (Orientierung durch authentische Begegnungen statt starrer Regelwerke und Sanktionsmodelle)

 

Ziel eines jeden pädagogischen Konzeptes sollte das Erlernen von eigener und familiärer Verantwortung sein durch das Sammeln von Erfahrungen auf der Ebene von kognitiver, physischer und emotionaler Operationalisierungsprozesse. Mündige, entscheidungsfähige und sozialraumverantwortliche Bürger sind ein hohes Gut in unserem Kulturraum. Auch benachteiligte Menschen sollen die Möglichkeit erhalten, hieran teilzuhaben. Teilhabe heißt Beteiligung – Beteiligung setzt die Befähigungsich-beteiligen-zu-können“ voraus.

Wir verwenden das Wort “Partizipation” hierbei nur ungern, weil das deutsche  Wort “Teilhabe” den Sinn, den Auftrag, das Handeln und das Dürfen eindeutig auf den Punkt bringt. Das Wort “Partizipation” entfremdet uns eher und lässt den Vorgang der Beteiligung theoretisch wirken.

 

 

Es geht in pädagogischen Prozessen grundsätzlich immer um eine prozessbedingte bzw. reifungsorientierte Beteiligung – und dieses nicht nur in theoretisch ausgeführten Konzepten, sondern insbesondere in der täglichen Praxis.

Es müssen Möglichkeiten einer realen Beteiligung geschaffen werden - ohne diese  ist bereits die Absicht von Teilhabe nur noch ein mageres Lippenbekenntnis.

 

 

Hier einige Inhalte der Veranstaltung:

Basisverständnis: Die Verbindung von Emotionen, Physis (Soma) und Kognition = Erleben --> hieraus resultierend --> Erfahrung

Folgeverständnis: Erfahrung als Grundvoraussetzung für die Übernahme von eigener und familiärer Verantwortung und die Übernahme von Verantwortung auch für andere – außerhalb des familiären Kontextes (Sozialraumverantwortung)

Psychoedukation, nicht im Sinne der Sozialpsychiatrie, sondern vielmehr im Sinne einer „Reifungsberatung“

Komplementärsysteme – die Einbeziehung von Kliniken, Therapeuten, gesetzlichen Betreuern auf einer gleichberechtigten und gesamtplangesteuerten Ebene. Die einzelnen Dienste bekommen eine neue Wertigkeit in der Gesamtplanumsetzung (tatsächlich gelebtes trägerübergreifendes Budget).

 

 

Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen

Sensibilisierung und Umsicht im direkten und indirekten Prozess hilfesuchender Personen 

Förderung der eigenen Reflexionsfähigkeit

Förderung von Methodenvielfalt im direkten und indirekten Prozess hilfesuchender Personen

Förderung der Fähigkeit, Kausalitäten mehraxial erfassen und be- bzw. auswerten zu können

Förderung des Verständnisses psychsozialer Konsequenzen aus biografischer Entwicklung (psychosoziale Dynamik)

Stärkung der Ich-Kompetenzen als professioneller Helfer

Erweiterung der Eigen- und Fremdwahrnehmung

 

Methoden und Medien

Theorievermittlung, Therapeutentraining, Demonstrationen, Selbsterfahrung, Metareflexion, Imaginationsarbeit, Rollenspiel, Planspiel, systemisches und gestalttherapeutische Arbeiten, kreativ-künstlerisches Arbeiten

 

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