„der frühe vogel kann mich mal…“

komplexes Suchtverhalten bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Sinne einer Kompensationsstrategie auf der Suche nach eigener Identität, Zuneigung und echter emotionaler Beziehung

 

Das Original „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ soll Menschen dazu ermuntern, früh und fit dabei zu sein. Wer nicht früh und noch dazu toppfit und motiviert dabei ist, der kann halt nicht in der ersten Reihe der Superlativen mitmachen. Es wird immer und immer wieder dazu aufgefordert, in dieser Reihe nach Möglichkeit mithalten zu sollen…

Was aber, wenn einer zu spät, nicht fit oder motiviert genug dabei ist? – Was bleibt noch übrig, wenn der Wurm bereits vom frühen Vogel gefangen wurde? Was für eine Nahrung gibt es für Spätaufsteher in der zweiten oder dritten  Reihe? Fakt ist, dass in Subszenen noch erstklassige Ränge zu vergeben sind – nein, nicht nach den Normen der westlich, klassischen Gesellschaftsstruktur, sondern in einer sich selbst regulieren Undergroundwelt, die ihre eigenen Regeln hat und ihre eigene Sprache spricht. Hier finden wir auch häufig die polyvalenten Substanzmittelkonsumenten.

Eine solche Gesellschaft, in der sich der Staat seiner sozialen Verantwortung immer weiter entzieht, muss es dann in letzter Konsequenz aushalten, dass „Zweit- und Drittgesellschaften“ oder Parallelgesellschaften entstehen.

 

 

Vermittlung von Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnissen

Sensibilisierung und Umsicht im direkten und indirekten Prozess hilfesuchender Personen;  Förderung der eigenen Reflexionsfähigkeit; Förderung von Methodenvielfalt im direkten und indirekten Prozess hilfesuchender Personen; Förderung der Fähigkeit, Kausalitäten mehraxial erfassen und be- bzw. auswerten zu können

 

Methoden und Medien

Theorievermittlung, Therapeutentraining, Demonstrationen, Selbsterfahrung, Metareflexion, Rollenspiele, Planspiele, systemische Arbeitsweisen und Gestaltarbeit, kreativ-künstlerisches Arbeiten

 

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